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Cheyutha - Integration behinderter Menschen (2005)

Das Projekt (Projekthöhe 50.000 €) sieht die Vergabe von jährlich mindestens 250 Mikrokrediten zwischen 50 € und 200 € an geistig und/oder körperlich behinderte Jugendliche vor. Durch die Investition in Waren oder Werkzeug sollen sie in die Lage versetzt werden, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können.

Drei Sozialarbeiterinnen des CGC erstellen individuelle Konzeptionen über die Arbeitsmöglichkeiten der Jugendlichen. In kleinen Selbsthilfegruppen werden sie Familienangehörige der Behinderten  einbezogen. Durch die Einbindung in familiäre und dörfliche Strukturen gelingen es, für die behinderten Jugendlichen langfristige Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat dieses Projekt mit einem Zuschuss von 37.500 € gefördert. Die restlichen 12.500 € wurden durch Spenden bei uns und durch einen Eigenanteil in Indien finanziert werden.

Schon vielen jungen Menschen und ihren Familien konnte so geholfen werden.


Sindhuja ist 8 Jahre alt geht seit drei Jahren im CGC. Ihre Mutter sieht den Fortschritt; die Tochter hat gelernt ruhig zu sitzen - vorher hatte sie offensichtlich eine Art Hospitalismus. 

Sie hat gelernt sich selbst sauber zu halten, das Haus sauber zu halten. Nun geht sie ihrer Mutter etwas zur Hand, hilft im Haushalt ein bisschen und auch bei der Arbeit. 

Die Mutter Vijaya (30-35J) hat im April einen Kredit für Sarihandel und Pickleproduktion erhalten. Nun kauft sie Saris in größeren Mengen und verkauft sie wieder. Sie verdient dann pro Sari 50-100 Rupies; andere Saris bestickt sie sehr aufwändig und kann dann bis zu 1.000 Rupies erlösen. Außerdem produziert und verkauft sie Pickles. Ihr durchschnittlicher Verdienst ist nun 1.500 - 1.600 Rupies im Monat. Sie hat so keine Schwierigkeiten ihren Kredit zurückzuzahlen. 

Dank der guten Förderung im CGC kann Sindhuja schon einige kleine Arbeiten übernehmen. So hilft sie ihr beim Zusammenlegen der Saris, sie kann auch das Geld nachzählen, das sie für einen Sari erhält, außerdem kann sie bei der Produktion und dem Abpacken der Pickles helfen. Nach der Beendigung ihrer Schulzeit hat sie so eine gesicherte Zukunft. Die Mutter ist sehr stolz auf den Erfolg ihrer Tochter und natürlich auch auf ihren eigenen. Sie ist dem CGC sehr dankbar und hätte nie gedacht, dass ihre behinderte Tochter, die sie bisher nur als Last angesehen hat, nun dazu beiträgt, dass der Lebensstandart der Familie sich derart verbessert.

Vorher hat Vijaya in einem Geschäft beim Verkauf geholfen und hat im Monat 800 Rupies verdient. Ihr Mann hat lange nicht gearbeitet. Als er aber den Erfolg der Frau gesehen hat, hat auch er zusammen mit einem Bekannten einen kleinen Zigarettenverkauf gestartet, außerdem verkauft er die Pickles seiner Frau. Der Erlös der Zigaretten wird geteilt, das Geld für die Pickles erhält nur er; er verdient dabei weit weniger als seine Frau, nämlich 30 - 50 Rupies am Tag. Vijaya und ihre Tochter Sinhuja machen einen sehr glücklichen Eindruck.


Srisailam ist 15 Jahre alt geht seit einigen Jahren in das CGC.

Für einen Kredit von 10.000 Rs konnte eine bessere Büffelkuh mit Kälbchen gekauft werden. Das Kälbchen ist weiblich und soll nicht verkauft werden. So kann im nächsten Jahr durch die zweite Büffelkuh die finanzielle Situation der Familie weiter verbessert werden. Schon jetzt kann Srisailam viel bei der Versorgung seiner Büffelkuh helfen und hat so nach dem Schulabschluss die Möglichkeit für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen.

Tagsüber ist die Büffelkuh mit dem Kälbchen und anderen Kühen auf der Weide. Wegen meines Besuches, musste sie an diesem Tag im Stall bleiben.

Zur Feldarbeit werden die Büffelkühe übrigens nicht herangezogen. Hierfür werden nur die weißen Stiere eingesetzt.

Der Kuhstall wurde von verschiedenen Personen gemeinsam gemietet; hierfür muss Srisailam anteilig 100 Rs im Monat bezahlen und dazu kommen noch 200 Rs für das Futter, das noch dazugekauft werden muss. Der anfallende Dung wird an eine Biogasanlage verkauft. Die Büffelkuh gibt täglich ca. 7 Liter Milch, die für 14 Rs je Liter verkauft werden kann.

Mit diesem Verdienst kann der Kredit mit den Zinsen monatlich problemlos abgezahlt werden.

Eltern und Geschwister sind sehr stolz auf Srisailam.


Uday Bhasker ist 29 Jahre alt und ging viele Jahre ins CGC. Auch nach seiner Entlassung wird er weiterhin vom CGC betreut. Er hat vor allem Verhaltensprobleme und Sprachprobleme. Er vergisst sehr viel und ist nicht in der Lage sein Leben vollständig ohne Hilfe zu regeln.

Er und seine Mutter haben nun einen Kredit für ein Telefon erhalten. Die Mutter ist schon älter und hat Gehprobleme. Vorher konnte sie nur sehr wenig arbeiten, da sie für ihren Sohn da sein musste und auch selbst zu alt und zu krank ist. Ihr Mann ist verstorben. Sie besitzt ein kleines Haus, von dem sie einen Teil vermietet hat. Sie hat noch eine Tochter, die aber schon verheiratet ist und eine eigene Familie hat.

Mit dem Kredit von 7.000 Rupees und einigem gesparten hat sie ein Telefon gekauft. Dieses kann sie bei einer befreundeten Familie kostenlos in deren Laden aufstellen. Für das Telefon muss sie jedes Vierteljahr 900 Rupees an die Telefongesellschaft zahlen, quasi als Flat-Rate. Das Telefongespräch kostet 1 Rupee pro Minute für Andhra Pradesh, auch für Mobil. Ihr Sohn ist den ganzen Tag beim Telefon; er selbst muss eigentlich nichts tun, da das Geld in das Telefon hineingeworfen wird. Für das Geschäft übernimmt er noch kleinere Botengänge.

Am Anfang gab es in der Region nur dieses eine Telefon, mittlerweile hat auch der Nachbarladen eines. Dennoch können die beiden noch 700 bis 800 Rupees im Monat verdienen.

Augendiagnosecamps


Viele ältere Menschen (ab 50 Jahre!!!) erkranken an grauem Star und erblinden oder sie haben andere Augenprobleme. Viele verlieren dadurch ihre Arbeit, müssen betteln oder werden zu Hause von den kleinen Kindern, die noch nicht arbeiten können (unter 5 Jahre), im Haus versorgt. Wenn sie sich alleine auf der Straße bewegen, laufen sie in Gefahr von Hunden oder Schlangen gebissen zu werden.

 

Das CGC bietet in den Dörfern kostenlose Diagnosecamps an. Augenärzte kontrollieren die Augen, bestimmen die Sehstärke und verordnen Medikamente, eine Brille oder empfehlen bei grauem Star eine Operation. Studierende des College helfen bei diesen Einsätzen freiwillig mit. Voller Stolz präsentieren sich die älten Menschen mit ihren neuen Brillen.
       


Einige Tage später werden diejenigen abgeholt, die ein kostenlose Augenoperation erhalten sollen.  In der Klinik werden sie noch einmal genau unersucht.
Bei einigen stellt sich heraus, dass eine Operation jetzt noch nicht angesagt ist.
Die anderen werden im Laufe der Nacht operiert. Übernachtet wird gemeinsam im großen Schlafsaal auf dem Boden.
Sie werden von MitarbeiterInnen des CGC betreut. Viele haben Angst, da es das erste Mal ist, dass sie in einem Krankenhaus sind; sie sind froh in den SozialarbeiterInnen Ansprechpartner zu haben.



Am nächsten Morgen werden sie dann mit dem Bus wieder in ihre Dörfer gebracht. Für einige Zeit müssen sie zum Schutz der Augen noch die Augenklappen tragen.




Bala Bata Schulen

Bala Bata Schule - Schule für benachteiligte Kinder. Die Eltern dieser Kinder sind Analphabeten und können so ihren Kindern nicht bei den Schulaufgaben helfen. In den Bala Bata Schulen erhalten die Kinder Hausaufgabenbetreuung, sie werden auf die staatlichen Prüfungen vorbereitet, lernen ihre Rechte, singen, spielen und vieles mehr.

      






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